Auslandsaufenthalt in Namibia

Namibia, der „Diamant Akfrikas“, liegt im Südwesten des Kontinents und beeindruckt mit einer vielfältigen Tierwelt und kontrastreicher Landschaft, deren scheinbar unendliche Weite Besucher aus aller Welt seit Jahrzehnten fasziniert. Da Namibia nur sehr dünn besiedelt ist (2,1 Millionen Einwohner auf einer Fläche von 824.000 Quadratkilometern), haben hier große Gebiete ihre Einzigartigkeit und Artenvielfalt der Flora und Fauna bewahrt. Doch auch kulturell hat Namibia Einiges zu bieten: In den Städten und im fruchtbaren Norden des Landes lebt der Hauptteil der Einwohner, deren ethnische Ursprünge so vielfältig sind, wie die heute im Gebiet gesprochenen Sprachen und Dialekte. Obwohl mehr als die Hälfte der Bewohner Namibias eine Bantusprache als Muttersprache angibt, sind auf Grund der Geschichte auch Afrikaans und Deutsch weit verbreitete Verkehrssprachen. Um keine der zahlreichen Bevölkerungsgruppen zu bevorteilen, wurde Englisch zur alleinigen Amtssprache gewählt.

Bei einem Auslandsaufenthalt in Namibia Tiere wie den Springbock entdecken

Da sich der Tourismus im Laufe der letzten Jahre neben dem Bergbau zum wichtigsten Wirtschaftszweig entwickelt hat, verfügt das Land über eine relativ gut ausgebaute Infrastruktur. Neben einer Anbindung an das flächendeckende Straßennetz verfügen die meisten größeren Orte und viele Farmen oder Lodges über einen eigenen Landeplatz für den Flugverkehr. Durch die wachsende Tourismusbranche hat sich auch die Kriminalitätsrate erhöht, das Land gehört jedoch immer noch zu den sichersten Ländern Afrikas. Namibia ist in jedem Fall eine Reise wert und eignet sich hervorragend, um ein einzigartiges Urlaubserlebnis mit einer sinnvollen Tätigkeit zu verknüpfen. Wie in allen afrikanischen Ländern, gibt es kein klassisches Work and Travel (Reisen und bezahltes Arbeiten), es bieten sich aber zahlreiche Möglichkeiten durch Freiwilligenarbeit (Volunteering) oder Praktika einen unvergesslichen Eindruck von Land und Kultur zu erhalten.

Themen dieser Seite:

Volunteer and Travel Namibia

Namibia bietet viele Möglichkeiten für Volunteering (unbezahltes Arbeiten und Reisen) oder (Fach-)Praktika. Im Rahmen eines freiwilligen Arbeitseinsatzes lassen sich Land und Kultur besonders gut erkunden, da häufig  intensivere Kontakte zu Menschen und Natur möglich sind. Gerade in den zahlreichen Wildlife-Projekten existieren mannigfaltige Möglichkeiten, eigenes Engagement in Sachen Umwelt- und Tierschutz sinnvoll im größeren Maßstab umzusetzen und dabei gleichzeitig unvergessliche Eindrücke zu gewinnen. Darüber hinaus kann in vielen Bereichen oft auch ein Praktikum  absolviert werden (hier gibt es natürlich inhaltliche Überschneidungen zur Freiwilligenarbeit), zum Beispiel im sozialen oder pädagogischen Bereich. Namibia eignet sich besonders für alle die zum ersten Mal freiwillige Arbeit im Ausland - beziehungsweise in Afrika - leisten möchten.

>> Alle Volunteering-Projekte in Namibia auf einen Blick

Bereich Wildlife

Namibia verfügt über einige weltbekannte, imposante Naturlandschaften: Die Weite der Kalahariwüste, das subtropisch anmutende Okavangobecken und die Lebensvielfalt der afrikanischen Steppe bieten Kontrastreichtum und Einzigartigkeit auf jedem Schritt. Einige der exotischsten Tierarten haben hier ihr Zuhause und zahlreiche Wildlife-Projekte engagieren sich für den Schutz dieser beeindruckenden Flora und Fauna. Freiwilligenarbeit ist dabei ein wichtiger Faktor, denn viele Pläne lassen sich nur mit Hilfe tatkräftiger Unterstützung von außen umsetzen. Sei es durch die direkte Arbeit mit kranken oder jungen Tieren oder durch Erforschung und Verhaltensanalyse bedrohter Tierarten. Natürlich tragen auch freiwillige Einsätze im sozialen Bereich (wie die Sensibilisierung der Bevölkerung) oder Tätigkeiten im Tourismussektor (wie die Spezialisierung auf Nachhaltigkeit) enorm zum Schutz der namibischen Tier- und Pflanzenwelt bei.

>> Infos und alle Tierschutz- & Wildlife-Projekte in Namibia auf einen Blick

Beispiel „Elefantenprojekt Namibia“

Der afrikanische Elefant gehörte bis 2003 zu den am stärksten gefährdeten Tierarten der Welt und galt bereits Anfang des 20. Jahrhunderts in den Savannen Westafrikas als ausgestorben. Inzwischen ist – vor allem dank engagierter Projekte – ein Anstieg der Population zu verzeichnen. Trotzdem wird der afrikanische Elefant weiterhin als gefährdet eingestuft und Wildlife-Projekte benötigen nach wie vor viel Hilfe, um die natürlichen Lebensräume dieser grauen Riesen zu schützen. Das Elefantenprojekt Namibia bietet zahlreiche Möglichkeiten für freiwillige Helfer, um ein unvergessliches Reiseerlebnis mit einer zweckvollen Tätigkeit zu kombinieren.

Zu den typischen Aufgaben zählen zum Beispiel das Anlegen von Wasserlöchern oder der Schutz von Infrastruktur durch Mauern. Darüber hinaus die Datenerhebung zu verschiedenen Herden und die Beobachtung und Analyse ihres Verhaltens. Manchmal sind dafür mehrtägige Safaris durch die Weiten der Steppe nötig – etwas Abenteuerlust sollte man also auf jeden Fall mitbringen.

>> Artenschutzprojekt Wüstenelefanten in Namibia

Beispiel „Namibia Wildlife Sanctuary“

Dieses Projekt hat sich dem Schutz der Großkatzen, insbesondere des Geparden verschrieben. Etwa ein Drittel der Gesamtpopulation ist in Namibia beheimatet, doch nur wenige Tiere leben in Schutzgebieten, so dass es häufig zu Konflikten mit Farmern kommt, die für die meisten Geparden tödlich enden.

Das Wildlife Sanctuary bietet verwaisten oder verletzen Tieren eine sichere Zuflucht und eröffnet freiwilligen Helfern zahlreiche Möglichkeiten, aktiv zum Schutz der Geparden und anderer Großkatzen beizutragen. Neben dem Füttern und dem Versorgen der Tiere gehören auch Tätigkeiten in der Instandhaltung, wie zum Beispiel die Schädlingsbekämpfung oder das Graben von Wasserlöchern zu den Aufgaben.

Bereich Sozialarbeit/ Arbeit mit Kindern

Obwohl Namibia zu den „reicheren“ Ländern Afrikas zählt, entstehen durch die hohe Arbeitslosigkeit und die Landflucht große soziale Probleme, die nur mit Hilfe von außen zu bewältigen sind. Freiwillige Helfer sind daher in vielen sozialen Bereichen gern gesehen. Sowohl in der Kinderbetreuung als auch im Fachbereich Gesundheit existieren zahlreiche Möglichkeiten, sich freiwillig zu engagieren und so zur Besserung der Lebensumstände der Einwohner Namibias beizutragen.

>> Infos und alle Projekte im Bereich Sozialarbeit/ Arbeit mit Kindern

Beispiel „Waisenhaus in Namibia“

Zu den dringendsten Problemen Namibias gehört die große Zahl an Menschen, die mit HIV/ AIDS infiziert sind (c.a.17% der Bevölkerung). Die Lebenserwartung hat sich in den letzten Jahren drastisch reduziert und in der Folge verlieren viele Kinder schon früh ihre Eltern an die Krankheit.
Dieses Projekt bietet freiwilligen Helfern die Möglichkeit, sich in einem Waisenhaus intensiv um die Bedürfnisse der 1 bis 17 Jahre alten Kinder zu kümmern. Nicht nur das Spielen, Musizieren und Basteln mit den Freiwilligen, sondern auch die Vermittlung von grundlegendem Wissen sichern wichtige Zukunftsperspektiven für die Waisen.

Freiwilligenarbeit als (Fach-)Praktikum

In vielen Bereichen des Volunteering ist es möglich, die geleistete Arbeit als (Fach-)Praktikum anrechnen zu lassen. Inwieweit dies machbar ist, hängt natürlich immer vom jeweiligen Projekt, beziehungsweise von dessen Art, dem Träger und den speziellen Umständen ab. Darüber hinaus gibt es auch die Möglichkeit, Praktika in anderen Bereichen zu absolvieren: In der wachsenden Tourismusbranche oder im Gesundheitswesen finden sich vielfältige Gelegenheiten für Studenten der entsprechenden Fachrichtungen.

Visum für Namibia

Für Namibia ist – sofern es sich nicht um rein touristische Zwecke handelt – ein genehmigtes Visum nötig (auch für Freiwilligenarbeit!), das vor der Einreise bei der Botschaft von Namibia beantragt werden muss. Es ist nicht zu empfehlen, den Einreisegrund erst nach der Ankunft zu ändern, da hier mit enormem bürokratischem Aufwand gerechnet werden muss. Darüber hinaus ist zur Einreise ein noch mindestens sechs Monate über die Reise hinaus gültiger Pass nötig. Für alle Fragen kann man sich direkt an die namibische Botschaft wenden:

Botschaft der Republik Namibia
Reichsstraße 17 14052 Berlin
Tel.: +4930 254 09 50, Fax: +49 30 254 09 555
www.namibia-botschaft.de

Reiseinformationen für Namibia

Die offizielle Währung ist der Namibia-Dollar, im Alltag wird jedoch auch der südafrikanische Rand akzeptiert. Viele Geschäfte und Unterkünfte sind an das Kreditkartensystem angeschlossen, man sollte jedoch auch immer etwas Bargeld mit sich führen.

Die medizinische Versorgung liegt in den Städten weit über dem afrikanischen Durchschnitt. In allen größeren Orten finden sich Apotheken und Ärzte.

Besucher sollten immer ihren Reisepass bei sich tragen oder zumindest eine Kopie davon.
Für die Einreise aus Deutschland ist keine Pflichtimpfung vorgesehen.

Drucken
Gefällt dir dieser Artikel?

Auslandszeit-News

  • Bleibe auf dem laufenden Stand bzgl. Neuigkeiten und Trends der verschiedenen Auslandsaufenhalte
  • Bekomme spannende Programme vorgestellt
  • Erhalte hilfreiche Tipps und Tools für deine Orientierung und deine Planung
(Auslandsaufenthalt.org ist ein Projekt der INITIATIVE auslandszeit)
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. 

Ja, ich möchte den kostenlosen Newsletter der INITIATIVE auslandszeit erhalten. Die Datenschutzerklärung habe ich zur Kenntnis genommen und verstanden, dass meine Daten dazu elektronisch erhoben und gespeichert werden. Deine Daten werden nicht an Dritte weitergegeben und du kannst dich in jeder Mail mit einem einfachen Klick abmelden.

Auslands-KV im Vergleich

Finde hier die passende Versicherung mit dem
Versicherungsvergleichs-Rechner
für langfristige Auslandsaufenthalte!

Kreditkartenvergleich

FIND YOUR TRIP!

  1. Must-haves
Welcher Auslandszeit-Typ bist du?

Umfrage

Wann möchtest du einen Auslandsaufenthalt machen?