Dein Auslandsaufenthalt im Lebenslauf

Eine neue Sprache, eine fremde Kultur, ein komplett anderes Land – es gibt viel, was du aus deiner Zeit im Ausland mitnehmen kannst. Auch im Lebenslauf macht sich die Zeit in einem fremden Land danach sehr gut. Damit du aber auch genau weißt, wie sich die am Besten in einem Lebenslauf verpacken lässt, haben wir hier mal ein paar wichtige Tipps für dich.

Auslandsaufenthalt im Lebenslauf

Themen dieser Seite:

Wie erkläre ich die Auslandszeit?

Zeiten, in denen Lücken im Lebenslauf das Aus bedeutet haben, sind schon längst vorbei. Im Gegenteil, es wird sogar schon von vielen Arbeitgebern erwartet, dass BewerberInnen Auslandserfahrung haben. Es kommt lediglich auf die Formulierung an und wie die Auslandszeit verkauft wird. Denke immer daran, was du in deiner Zeit im Ausland gemacht hast und schreibe es schön verpackt in deinen Lebenslauf. Zum Beispiel passen hier deine erworbenen Sprachkenntnisse sehr gut hin oder auch ehrenamtliche Tätigkeiten können an einer Stelle erwähnt werden. Das weckt Interesse und stellt dich als engagierten Menschen dar. In jedem Fall solltest du hierbei aber immer ehrlich sein, denn nichts ist peinlicher, als in einem Vorstellungsgespräch beim Lügen ertappt zu werden. Das Zauberwort heißt hier also Ehrlichkeit.

Welche Vor- und Nachteile gibt es?

Ein Auslandsaufenthalt ist in jedem Fall ein klarer Plus-Punkt für deinen Lebenslauf. Von Vorteil sind nicht nur deine neu erworbenen Sprachkenntnisse und damit auch der Abbau von Sprachbarrieren. Du hast durch einen Auslandsaufenthalt auch die Chance gehabt, eine fremde Kultur kennenzulernen und hier eigene Erfahrungen gesammelt. Das trägt viel dazu bei, selbstständig zu werden. Ein Auslandsaufenthalt kann deshalb in jeder Hinsicht auch als eine Art Weiterbildungsmaßnahme gesehen werden. Durch diese Erfahrungen bist du dann in der Lage, deinem Lebenslauf das gewisse Etwas zu verleihen. Es fällt jedoch einigen sehr schwer, ihren Auslandsaufenthalt aussagekräftig zu beschreiben, um bei einem potentiellen Arbeitgeber zu punkten. Das muss aber kein Nachteil sein, wenn man nur bereit ist, einige Dinge zu beachten. Im Folgenden haben wir die wichtigsten Hinweise zur Platzierung und Beschreibung eines Auslandsaufenthaltes zusammengefasst.

Wie platziere ich meine Auslandszeit richtig?

Den einen richtigen Platz für deinen Auslandsaufenthalt im Lebenslauf gibt es nicht. Deine Auslandszeit kannst du an verschiedenen Stellen erwähnen. Es hängt hier immer davon ab, was genau im Ausland gemacht wurde. Hast du deinen Aufenthalt vor allem zum Erwerb von Sprachkenntnissen genutzt, z.B. im Rahmen einer Sprachreise, sollte ein Vermerk unter dem Punkt „Ausbildung“ gemacht werden. Bei einem Auslandspraktikum oder einer ehrenamtlichen Tätigkeit in Verbindung mit Sprachunterricht kann es auch unter dem Punkt „Berufserfahrung“  fallen.  Ein Auslandsstudium kann alternativ auch unter dem Unterpunkt „Akademische Laufbahn“ gefasst werden. Anders verhält es sich aber bei mehreren Auslandsaufenthalten. Bei mehr als zwei sollte ein neuer Punkt namens „Auslandserfahrung“ oder „Auslandsstudium“ angelegt werden, unter dem dann alles aufgelistet wird. Das bietet sich meist auch bei „Au Pair“- und „Work and Travel“- Aufenthalten an. Insbesondere bei Letzterem ist es von Vorteil, weil hier oft viele unterschiedliche Jobs ausgeübt werden. Wichtig ist aber vor allem, nichts zu verschleiern. Einige Arbeitgeber können sich unter der Bezeichnung „Work and Travel“ immer noch nicht viel vorstellen. Deshalb gilt es, ihnen deine Tätigkeiten im Ausland und deine Absichten deutlich zu machen und ehrlich zu sein. Bei einem längeren Auslandsaufenthalt ohne dass ein Praktikum absolviert oder Sprachunterricht genommen wurde (auch Sabbatical genannt), genügt auch die Formulierung „Berufliche Neuorientierung“. Es muss nicht unbedingt der Wunsch nach neuen Sprachkenntnissen sein, der einen ins Ausland treibt. Manchmal reicht es auch einfach, einmal raus zu wollen und den Kopf freizubekommen.

Und hier noch ein Tipp speziell für Onlinebewerbungen: Insbesondere hier oder auch bei einem LinkedIn bzw. Xing-Profil sollten aussagekräftige Keywords genutzt werden. Hierbei solltest du aber immer auf die Stellenausschreibung achten. Eigenschaften wie Flexibilität, Sprachkenntnisse oder Kompetenzen im kulturellen Bereich lassen dich so gut dastehen und zeigen dem potentiellen neuen Arbeitgeber schnell deine Qualifikationen.

Weitere Informationen, wie du ein Auslandspraktikum und Co. sinnvoll in deinen Lebenslauf integrieren kannst, gibt´s beim Studium-Ratgeber: Auslandsaufenthalte richtig in den Lebenslauf integrieren.

Welche Informationen gehören in meinem Lebenslauf?

Wie bei Tätigkeiten im Inland sollten auch die Informationen über absolvierte Auslandsaufenthalte möglichst genau beschreiben, was du dort wann und wo gemacht hast. Genannt werden sollte hier Folgendes:

  1. Name des Programmes/der Firma, bei dem die Auslandszeit verbracht wurde
  2. Ort des Aufenthaltes (Stadt/Land)
  3. Zeitraum
  4. Erreichter Abschluss (evtl. mit Note)
  5. Unterricht, an dem teilgenommen wurde
  6. Weitere Aktivitäten außerhalb des Unterrichts
  7. Zusätzliche praktische Erfahrung/ Freiwilligenarbeit

Und so könnte dann zum Beispiel ein Vermerk im Lebenslauf aussehen:

Studium im Ausland, Universität Oslo
August 2013 – Juli 2015
Abschluss: European Master in Higher Education
Spezialisierungen: Fachenglisch für Bildungswissenschaftler, Bildungsthemen in einem internationalen Kontext
Zusätzliche Erfahrung: studentische Hilfskraft am Institut für Bildung

Um deinen Auslandsaufenthalt dann auch noch besonders ansprechend zu beschreiben, gilt hier, immer die positiven Aspekte herauszuarbeiten. Helfen können dir vor allem Aktionsverben. Wörter wie verbessert, absolviert und eingetaucht zeigen dich als aktiven Menschen, der durch seine Auslandszeit viel erlebt hat. Guter Ausdruck ist also das A und O.

Welche Soft Skills erwirbt man beim Auslandsaufenthalt?

Die Fähigkeiten, die du außerhalb der Schule erworben hast können wichtig für das spätere Berufsleben sein, sind die so genannten Soft Skills. Arbeitgeber achten hier besonders auf Fähigkeiten wie effektiv zu kommunizieren, Beziehungen aufbauen zu können und teamfähig zu sein – oft auch in einem internationalen Umfeld.

Während eines Auslandsaufenthaltes lernst du all diese Dinge kennen, da du dich in einer neuen Umgebung befindest und damit quasi gezwungen bist, mit dir unbekannten Menschen zu sprechen. Außerdem lernt man hierdurch auch, sich in einer fremden Kultur zurechtzufinden. Selbst in anscheinend banalen Alltagssituationen ist das der Fall. Du solltest deshalb unbedingt deine Soft Skills im Lebenslauf hervorheben und ihn dadurch aufpeppen.

Fazit

Deine Zeit im Ausland ist in jedem Fall eine Bereicherung  - nicht nur für dich, sondern auch für deinen Lebenslauf. Um aber Probleme hiermit zu vermeiden, solltest du dir bereits vor Reiseantritt überlegen, wie der Auslandsaufenthalt optimal in deine Bewerbung eingebunden werden kann. Dies erspart böse Überraschungen und unnötigen Stress. Wird „nur“ gejobbt oder das fremde Land bereist, stößt man beim Schreiben des Lebenslaufes schneller an seine Grenzen als bei einem Auslandspraktikum. Dieses dient nämlich eher der beruflichen Karriere und kann damit leichter in eine Bewerbung eingebunden werden. Mit ein bisschen rhetorischem Geschick lässt sich aber nahezu jede Auslandserfahrung gekonnt verpacken. Trotzdem solltest du dir diesen Besonderheiten vor Beginn der Reise bewusst sein, um deine Auslandszeit so gut wie möglich zu nutzen. Dann wird dein Auslandsaufenthalt sowohl beruflich als auch privat sicher ein voller Erfolg.

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